Aus dem Leben eines Taugenichts

Zusammenfassung:
Ein junger Mann, dessen Name im ganzen Buch nicht erw√§hnt wird, geht eines Tages in die Welt hinnaus um "sein Gl√ľck zu machen".
Außer ein paar Groschen nahm er noch seine Geige mit. Nachdem er eine Zeit gewandert war, kam eine Kutsche mit zwei Damen den Weg entlang und fragten ob sie ihn mitnehmen könnten. Er willigte ein da sie das gleiche Ziel hatten: W.

Als er aufwachte stand die Kutsche unter Lindenb√§umen bei einem pr√§chtigen Schloss. Er ging hinein und kaum war er drinnen, bekam er das Angebot G√§rtner im Schlo√ügarten zu sein. Da er seine Groschen auf der Fahrt verloren haben musste, willigte er ein. Vom Garten aus beobachtete er die j√ľngere der zwei Frauen und spielte f√ľr sie auf seiner Geige. Der Taugenichts wurde aber schon nach kurzer Zeit zum Zolleinnehmer bef√∂rdert wo er eigentlich nichts zu tun hatte als das kleine Beet zu pflegen. Er legte der jungen Frau immer wieder Blumen ans Fenster, bis zu dem Tag wo er sie zusammen mit einem "hohem Herr, sch√∂n und stattlich in Uniform" sah.
Vor Kummer hielt er es dort nicht mehr aus und reiste weiter, in Richtung Italien.

In einem kleinen Dorf "entf√ľhrten" in zwei M√§nner Namens Leonardo und Guido welche mithilfe des Taugenichts nach B. reisen wollen. Sie √ľbernachteten immer in Wirtsh√§usern, bis der Taugenichts einmal allein aufwachte und allein weiter reiste bis er zu einem kleinen Schloss kommt und dort anscheinend schon erwartet wurde. Eines Tages erh√§lt er einen Brief von seiner ‚Äěallersch√∂nsten Frau‚Äú, die ihn bittet, wieder zu ihr zur√ľckzukehren, da sie ohne ihn nicht mehr leben k√∂nne.

Er bricht sofort auf und kommt nach Rom und meint dort die Frau gesehen zu haben. In Rom begegnet er einem Maler der ihn nach Hause einl√§dt, dort entdeckt der Taugenichts zwei Bilder von Leonardo da Vinci und Guido Reni. Stolz behauptet der Taugenichts, dass er die beiden kenne und mit ihnen Tag und Nacht gemeinsam gereist sei. Der J√ľngling erf√§hrt von dem Maler auch, dass dieser die junge Frau gemalt habe, die eigens nach Rom gekommen sei, um den Taugenichts, Leonard und Guido aufzusuchen. Er sucht sie, findet sie allerdings nicht.

Auf dem R√ľckweg nach Deutschland begegnet er drei Prager Studenten welche sich mit Musik √ľber Wasser halten wollen. Einer der drei ist der Vetter des Portiers des Schlosses auf dem die junge Gr√§fin lebt und sie beschlie√üen dorthin zu Reisen. Aus den Gespr√§chen der Studenten erf√§hrt er das es dort bald eine Hochzeit geben wird und bezieht das auf seine "Allersch√∂nste". Kaum angekommen l√§uft er los um sie zu suchen und findet sie im Garten, zusammen mit den zwei Maler Leonardo und Guido welche in wirklichkeit Flora, die Geliebte von Leonardo ist. Es wird auch aufgedeckt das die "junge Gr√§fin" eigentlich keine Gr√§fin ist sondern von der Gr√§fin adotiert worden ist und Aur√©lie, ein Waisenkind ist. So gibt es eine Hochzeit bei welcher Leonardo seine Flora und der Taugenichts seine Aur√©lie heiratet.

Interpretation:
Es handelt sich hierbei um eine Novelle welche sich aufteilen l√§sst in die Romantiker, also der Taugenichts, die drei Maler sowie die drei Musikanten welche optimistisch in die Zukunft blicken und das Leben wander- und abenteuerlustig auf sich zukommen lassen sowie die Pessimisten die ein bodenst√§ndiges, eint√∂niges Spie√üb√ľrgerdasein fristen. Zu dieser Gruppe z√§hlt der Portier, der G√§rtner sowie der Vater des Taugenichts.

Als typischen Romantiker hält es den Taugenichts nie lange an einem Ort. Daheim wird er vom Fernweh, in der Ferne vom Heimweh weiter getrieben. Er liebt die Natur in allen ihren Erscheinungsformen. Nicht selten spiegelt sie seine seelische Verfassung - und umgekehrt. Besonders das geheimnisvolle Rauschen der Wälder, der Gesang der Vögel und die Stille der Nacht werden leitmotivisch immer wieder erwähnt und begleiten ihn auf seinen einsamen Wanderungen.



Der Autor:
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Joseph Freiherr von Eichendorff wurde am am 10. März 1788 auf Schloss Lubowitz , in Oberschlesien geboren. Er gilt als einer der bedeutensten Lyriker der deutschen Rmantik. Sein Vater war preußischer Offizier und er wuchs in eienr katholischen Adelsfamilie auf. Bis zu seinem 13. Lebensjahr wurde er Privat Unterrichtet, danach besuchte er das katholische Gymnasium in Berslau und studierte anschließend Jura. Nachdem er nach zwei Jahren sein Studium beendet hatte, nahm er an den befreiungskriegen gegen Napoleon teil. 1831 zog er mit seiner Familie nach Berlin wo er nach 1841 zum geheimen Regierungsrat ernannt wurde.
Drei Jahre später ging er in Pension und gab sich der Schrifstellerei ganz hin. in den zwei letzen Jahren seines Lebens lebte er beim Breslauer Erzbischof in der Sommerresidenz, wo er am 26. November starb.


Quellen:
www.rhetoriksturm.de/**joseph-von-eichendorff**.php
http://de.wikipedia.org/wiki/Aus_dem_Leben_eines_Taugenichts
http://www.google.de/search?tbm=isch&hl=de&source=hp&biw=1670&bih=895&q=joseph+von+eichendorff&gbv=2&aq=0&aqi=g10&aql=&oq=joseph+von+