Der Vorleser

von Bernhard Schlink

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Inhaltsangabe:
1. Zusammenfassung
2.Figuren
3.Biographie Bernhard Schlinks
4. Film
5. Epoche
6. Quellen


1.Zusammenfassung

Erster Teil:
‚ÄěAls ich f√ľnfzehn war, hatte ich Gelbsucht,‚Äú so beginnt der erste Teil des Romans. Der Ich-Erz√§hler Michael Berg, ein 15-j√§hriger Sch√ľler wird hier vorgestellt der sich auf dem Nachhauseweg von der Schule auf der Stra√üe √ľbergeben muss. Ihm half eine Frau die ihn mit nach Hause nahm um ihn zu waschen. Danach begleitete die Frau den Jungen bis zur Blumenstra√üe , wo er wohnt. Die Frau war Hanna Schmitz, eine 36-j√§hrige Schaffnerin.Am selben Tag wird bei Michael vom Arzt Gelbsucht diagnostiziert. Nach ca. 5 Monaten als seine Gelbsucht einigerma√üen auskuriert ist, kauften der Junge einen Blumenstrau√ü und ging Hanna besuchen. Bei seinem Besuch sieht er wie sich Hanna umzieht und wird davon sexuell erregt. Als Hanna ihn bemerkt, rennt er davon. Nach einer Woche stand er wieder vor ihrer Haust√ľr und half ihr Kohle vom Keller ins Haus zu tragen. Michael war ganz eingeschw√§rzt, daraufhin lie√ü Hanna f√ľr ihn ein Bad laufen. Nach dem Bad trocknete sie ihn ab und es kam zum ersten Liebesakt. Dies wurde zum Ritual. Michael f√§ngt an die jeden Tag die letzte Stunde von der Schule zu schw√§nzen. Hanna bittet Michael, ihr von B√ľchern vorzulesen nachdem sie miteinander geschlafen haben. Hanna ist eine aufmerksame Zuh√∂rerin. In den Osterferien machen sie zusammen eine Fahrradtour nach Schwetzingen und tun so als w√§ren sie Mutter und Sohn. Mit dem Beginn des neuen Schuljahres lernt Michael seine neue Klassenkameradin Sophie kennen, die er mit Hanna vergleicht. Mit seiner neuen Klasse ging er regelm√§√üig ins Schwimmbad. Eines Tages sah er Hanna √ľberraschend im Schwimmbad doch er reagiert nicht. Daraufhin verschwindet Hanna, auch aus der Stadt.

Zweiter Teil:
Im zweiten Teil ist Michael √§lter geworden , er ist ein Jurastudent. Die Erinnerungen an Hanna verdr√§ngte er. Zusammen mit einer Gruppe Jurastudenten und einem Professor beobachtete Michael einen Kriegsverbrecherprozess gegen W√§rterinnen eines Au√üenlagers des Konzentrationslagers Auschwitz. Im Gerichtssaal sah er Hanna wieder. Sie war einer der Angeklagten. Als SS Aufseherin im KZ, lie√ü Hanna jungen M√§dchen etwas vorlesen, danach wurden sie selektiert. Den Angeklagten wird vorgeworfen am ende des Zweiten Weltkrieges w√§hrend eines Todesmarsches, Frauen und M√§dchen in eine Kirche einsperrten und sie verbrennen lie√üen. Eine Frau und dessen Tochter √ľberleben jedoch und klagen die Aufseherinnen an. Michael war an jedem Verhandlungstag anwesend und versuchte sich von Hanna zu distanzieren. Als Vorwurf gegen die Aufseherinnen wurde ein Bericht gezeigt. Die Aufseherinnen sagten das Hanna diesen Bericht geschrieben habe: Hanna gab das zu um keine Schriftvergleich zu machen. Daraufhin merkte Michael das Hanna Analphabetin ist. Alle Aufseherinnen bekamen Freiheitsstrafen, Hanna jedoch lebensl√§nglich. Michael findet die Wahrheit heraus doch kann nichts unternehmen.

Dritter Teil:
W√§hrend seines Referendariat heiratet Michael eine Frau Namens Gertrud mit der er eine Tochter Namens Julia bekommt. Als Julia f√ľnf ist, lassen sie sich jedoch wieder Scheiden. Diese Ehe scheiterte wie seine alle anderen Beziehungen, da er alle seine Partnerinnen mit Hanna verglich. Als Hanna schon lange Jahre im Gef√§ngnis sitzt, beschlie√üt Michael B√ľcher zu lesen die er auch mit Kassetten aufnimmt. Die aufgenommenen Kassetten schickte er ins Gef√§ngnis. W√§hrend ihrer Haftzeit bringt sich Hanna mit der Hilfe der Kassetten sich autodidaktisch das lesen bei. Danach schickt sie ihm st√§ndig kurze Gr√ľ√üe. Michael beantwortet jedoch keines dieser Briefe. Etwa nach 17 Jahren Haft bekommt Michael ein Brief von der Gef√§ngnisleitung. In diesem Brief steht das Hanna in einem Jahr entlassen wird und das er der einzige war der w√§hrend der Haftzeit Kontakt zu Hanna hatte. Au√üerdem bittet die Gef√§ngnisleitung Michael eine Wohnung und Arbeit f√ľr Hanna zu finden. Als erstes reagiert Michael nicht, jedoch eine Woche vor der Entlassung besucht er Hanna. Als er Hanna sah, sah er eine alte Frau mit wei√üen Haaren. Michael hatte das Gef√ľhl einer alten Frau gegen√ľberzustehen. Nach einem kurzen Gespr√§ch sagte Michael das er sie abholen werde. Ein Tag vor ihrer Entlassung fand man Hanna tot in ihrem Zimmer. Sie hatte sich aufgeh√§ngt. Michael besichtigte mit der Gef√§ngnisdirektoren das Zimmer von Hanna. Er sah seine Kassetten und B√ľcher geordnet i einem Regal. Die Gef√§ngnisdirektoren gab das Testament von Hanna Michael. In dem Testament stand das 7000 DM auf der Bank waren und das er dieses Geld den √ľberlebenden der Kirche geben sollte. Michael flog nach New York, wo die √ľberlebende Tochter lebte. Zusammen spendeten sie das Geld an eine j√ľdische Organisation gegen Analphabetismus. Mit dem Bescheinigung des √ľberwiesenen Geldes stand Michael das erste und letzte mal vor ihr Grab.


2. Figuren

Hauptfiguren:
Michael Berg: Am Anfang der Geschichte ist Michael ein 15 Jahre alter Junge und wird als dahintr√§umender, durchschnittlicher Junge beschrieben. Der Widerspruch zwischen anerzogenen moralischen Werten und erwachendem sexuellen Verlangen beherrscht ihn. Er f√§ngt eine Beziehung mit der 36-J√§hrigen Hanna Schmitz an, die ihn emotional von Familie und Schule trennt. Nachdem Hanna die Stadt verl√§sst hat er Schuldgef√ľhle die er jahrelang nicht loswird. W√§hrend seines Studiums sieht er Hanna in einem Gerichtssaal wieder. Hanna sitzt jedoch auf der Anklagebank, da sie eine ehemalige KZ-W√§rterin war. Michael ist der einzige der die Unschuld von Hanna kennt, jedoch kann er es nicht beweisen.
In den folgenden Jahren seines erwachsenen Lebens heiratet er eine Gertrud, mit der er eine Tochter Namens Julia. Sie lassen sich jedoch schon nach f√ľnf Jahren scheiden.
Nach Hannas Tod erf√ľllt Michael den letzten Wunsch von Hanna.

Hanna Schmitz: Hanna Schmitz erf√§hrt der Leser nur aus der Sicht von Michael. Sie besitzt eine durchschnittliche Intelligenz, ist jedoch Analphabetin. Sie half Michael als er Gelbsucht hatte, danach fing eine Beziehung an. Hanna erf√ľllte die Bed√ľrfnisse von Michael, nachdem er ihr vorgelesen hatte.
Im zweiten Teil des Buches liest man das Hanna eine ehemalige KZ-Wärterin war und an den Tod zahlreicher Frauen und Mädchen beteiligt war. Hanna bekam eine lebenslange Haftstrafe. Im Gefängnis lernte sie selbstständig mit den Kassetten von Michael das Lesen. Ein Tag vor ihrer Entlassung aus dem Gefängnis, hängte sie sich auf.

Nebenfiguren:
Die Nebenfiguren wie die Familie Berg, Gertrud, Julia ,Sophie, die Freunde und Geliebten, Autofahrer und Gefängnisleitung werden nur am Rand beschrieben.


3. Biographie Bernhard Schlink


Bernhard Schlink wurde am 06.07.1944 in Gro√üdornberg bei Bielefeld geboren. Er ist ein deutscher Professor f√ľr Rechtswissenschaft und ist Autor. Bernhard Schlink wuchs jedoch in Heidelberg auf. Sein Vater war ebenfalls ein gelehrter Mann, ein Theologe. Schlink war schon im Alter von 8 Jahren literarisch begabt und schrieb Dramen die auf wahre Geschichten basierten, wie z. B. Der ‚ÄěBrudermord‚Äú. Mit 14 Jahren schreib er ein Sonett √ľber eine ungl√ľckliche Liebe. Bernhard Schlink studierte in Heidelberg und in Berlin Jura, danach arbeitete er als Assistent an der Universit√§t Heidelberg, Darmstadt, Bielefeld und Freiburg. Heute ist Schlink Professor der Rechtswissenschaft in Berlin und Bonn. Er vertrat die SPD-gef√ľhrten L√§nder im Verfahren um den Abtreibungsparagraphen 218 vor dem Bundesverfassungsgericht.
Au√üerdem war er von 1987 bis 2006 Richter am Verfassungsgerichtshof dfr das Land NRW in M√ľnster.
Die meisten seiner Romane sind Krimis. Die meisten B√ľcher haben einen politischen Hintergrund. Sein vierter Roman ‚ÄěDer Vorleser‚Äú wurde in 30 Sprachen √ľbersetzt und war das erste deutsche Buch auf dem ersten Platz der New-York-Times-Bestsellerliste. Bernhard Schlink hat zahlreiche Auszeichnungen bekommen. Seine Romane ‚ÄěDe Vorleser‚Äú und ‚ÄěDer Andere‚Äú wurde verfilmt. Heute lebt Schlink in New York und Berlin.
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4. Film

Die Verfilmung des Romans spiegelt die Geschichte wieder. Die einzigen Unterschiede ist der Anfang und der Schluss. Der Film f√§ngt an als Hanna schon Tod ist. Michael denkt dann √ľber die Vergangenheit. Das Buch dagegen f√§ngt mit der Gelbsucht von Michael an.
Im Film besucht Michael zusammen mit seiner Tochter Julia das Grab von Hanna am Ende. Im Buch dagegen ist es nur Michael. Außerdem ist es Film so, dass es mal in der Gegenwart oder mal in der Vergangenheit spielt.
Ich denke das die Filmemacher es so gemacht haben, damit der Zuschauer die Geschichte besser versteht. Es viel leichter zu verstehen wenn eine Geschichte ‚Äězweimal‚Äú erz√§hlt wird.


5. Epoche



Die Literaturepoche des Roman der Vorleser, liegt in der Gegenwart Postmoderne. In der Postmoderne steht nicht die Innovation im Mittelpunkt des (k√ľnstlerischen) Interesses, sondern eine Rekombination oder neue Anwendung vorhandener Ideen. Die Welt wird nicht auf ein Fortschrittsziel hin betrachtet, sondern vielmehr als pluralistisch, zuf√§llig, chaotisch und in ihren hinf√§lligen Momenten angesehen.
Nach dem Wirtschaftsboom (ab 1950) in Deutschland, ging es den Menschen viel besser. Ab den 1960er Jahren wuchs eine neue Generation die ihre Eltern √ľber die Geschehnisse w√§hrend der NS-Zeit befragten und sogar zum Teil beschuldigten. In dieser Generation ist auch Michael und seine Studentenfreunde. Deshalb ist die Postmoderne auch sehr politisch.



6. Quellen

1. Zusammenfassung:
http://der-vorleser.com/zusammenfassung/
http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Vorleser
Diogener Verlag AG Z√ľrich, Der Vorleser, 1997, Bernhard Schlink

2. Figuren
http://de.wikipedia.org/wiki/Der _Vorleser
Diogener Verlag AG Z√ľrich, Der Vorleser, 1997, Bernhard Schlink

3.Biographie Bernhard Schlinks
http://www.ratsgymnasium-gladbeck.de/schuelerprojekte/dervorleser/biographie.htm
http://de.wikipedia.org/wiki/Bernhahttp://de.wikipedia.org/wiki/Der_Vorleserrd_Schlink

4.Film
http://de.wikipedia.org/wiki/Der_Vorleser_(Film)
http://www.kino.de/kinofilm/der-vorleser/108011.html

5. Epoche
http://de.wikipedia.org/wiki/Postmoderne#Elemente
http://www.xlibris.de/Epochen/Gegenwart

Cover "Der Vorleser":
http://www.scheffel.og.bw.schule.de/faecher/deutsch/vorleser/cover.jpg

Bild von Bernhard Schlink:
http://www.bverwg.de/media/archive/4832.jpg



Von: Burak Erdem