Mutmaßungen über Jakob

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Inhaltsverzeichnis:

1. Romanhandlung

2. Informationen über den Autor

3. Weitere bekannte Veröffentlichungen von Johnson

4. Eigene Meinung


Romanhandlung

Mutmassungen über Jakob ist ein 1959 veröffentlichter Roman des deutschen Autors Uwe Johnson.
Uwe Johnsons erstes veröffentlichtes Romanmanuskript beginnt mit dem Tode des Reichsbahnbeamten (Beruf Dispatcher) Jakob Abs, der im Nebel von einer Lokomotive zerquetscht wird. Dieses Ereignis begründet die dann weiter ausgeführten Mutmaßungen des Erzählers über Jakob und seinen Tod: War es Selbstmord, Unachtsamkeit oder vielleicht Mord?

Der Roman ist in 5 Kapitel gegliedert:

Kapitel 1: Der Roman beginnt mit dem zentralen Satz, “Aber Jakob ist immer quer über die Gleise gegangen".Es wird über den unklaren Unfalltod Jakobs gerätselt.
Die Handlung des Romans beginnt im Oktober 1956, wo der Stasi-Hauptmann Rohlfs während militärischen Ermittlungen der Spionageabwehr gegen einen eher unbedeutenden Bürger, Heinrich Cresspahl, auf dessen Tochter Gesine stößt. Sie studierte Anglistik in Leipzig, war danach Absolventin einer Dolmetscherschule und war nun Angestellte im Hauptquartier der NATO. Infolge ihres Berufes wäre Gesine Cresspahl eine wichtige Informantin, weshalb sie für die Spionage, für den Sozialismus angeworben werden soll.

Ihr 68 jähriger Vater wohnt in Jerichow, eine Kleinstadt an der Ostsee. Gegen Ende des Kriegs nahm er Frau Abs mit ihrem Sohn Jakob aus einem Flüchtlingsort aus Pommern auf. Jakobs Mutter arbeitet in einem Krankenhaus. Jakob fing als 18jähriger als Rangierer auf dem Bahnhof von Jerichow an. Später ging er nach Jerichow (Stadt an der Elbe), und arbeitet dort nun als Dispatcher (Kommandosystem für die planmäßige “Verarbeitung” der Züge).
Cresspahls Tochter Gesine verließ 1953 die DDR => Frau Abs und der Witwer lebten alleine im Haus.
Damit die Stasi mit Gesine in Verbindung treten kann, brauchten sie Jakob als Mittelsmann.
Deshalb wird Jakobs Leben auch genauestens überwacht: Post wird fotokopiert, Telefonate wurden mitgeschnitten, jede Bewegung wurde festgehalten..., bis Rohlfs Jakob zur Mitarbeit überzeugte.

Kapitel 2: Jakob reiste nach Jerichow, wo er noch Gesines Stiefbruder Dr. Jonas Blach kennenlernte. Er hat ein Amt als wissenschaftlicher Assistent an der Humboldt Universität. In Jerichow löst Jakob noch den Hausrat seiner Mutter auf, da diese aus der Republik geflüchtet ist

Kapitel 3: Jakob war zwar zur Mitarbeit mit der Stasi bereit, er wollte Gesine aber dennoch schützen und deshalb keinen persönlichen Kontakt der Stasi zu ihr herstellen. Gesine ist mit Hilfe ihrer beruflichen Möglichkeiten illegal in die DDR eingereist und trifft sich nun heimlich mit Jakob.
Unter der Bedingung das Gesine die Republik wieder verlassen darf arrangiert Jakob ein Treffen zwischen Rohlfs und Gesine, um über die Beseitigung des Kapitalismus und die Diktatur des Proletariats zu diskutieren.

Kapitel 4: In Folge eines Eingriffs von oben wurde Dr. Jonas Blach aus der Universität ausgeschieden, anläßlich seiner Manuskripte. Es konnte sich doch nicht einer hinstellen und das von sich geben was ihm gerade in den Sinn käme. Um seine Mutter, vor allem aber um Gesine zu besuchen, reiste Jakob in die Bundesrepublik ein.
Die Mutter und Gesine baten Jakob doch dort zu bleiben, wovon Jakob trotz der günstigen Gelegenheit kein Gebrauch machte.
Wieder in Jerichow, ging Jakob wie immer quer über die Gleise zum Dienst. Dabei verunglückte er tödlich. Da er aber immer quer über die Gleise gegangen ist entstehen die Mutmaßungen über seinen “Unfall”. Handelte es sich um einen Mordanschlag des Staatssicherheitsdienstes, hat Jakob sich das Leben genommen oder im Nebel die Orientierung verloren?

Kapitel 5: Cresspahl fuhr wie Jonas nach Jerichow. Als Jonas von dort aus versuchte Gesine zu informieren wird er verhaftet, vermutlich um die Verbindung der Stasi zu Gesine nicht zu gefährden. Wie geplant trafen sich einige Zeit später Rohlfs und Gesine in Westberlin..



Informationen über den Autor

Uwe Johnson wurde am 20. Juli 1934 in Cammin, bei Pommern geboren und starb am 23. Februar 1984 in Sheerness on Sea, England.
Er war ein berühmter deutscher Schriftsteller.
In seinem Leben erhielt Uwe Johnson zahlreiche Auszeichnungen :
  • 1960 Fontane Preis für Mutmassungen über Jakob
  • 1962 Prix International de la Litterature
  • 1967 Ernennung zum Knight of Mark Twain durch den Mark Twain Circle of America
  • 1971 Georg Büchner Preis
  • 1975 Wilhelm Raabe Preis der Stadt Braunschweig
  • 1978 Thomas Mann Preis der Hansestadt Lübeck
  • 1983 Heinrich Böll Preis der Stadt Köln.

Lebenslauf:

1934: 20. Juli: Uwe Johnson wird in Cammin/Vorpommern als Sohn eines Landwirts und Gutsinspektor geboren.

1945: Umsiedlung nach Mecklenburg.

1946: Der Vater stribt in einem sowjetischen Internierungslager.

1952-1956: Johnson beginnt sein Studium der Germanistik in Rostock. 1953 wechselt er nach Leipzig und studiert unter anderem bei Hans Mayer (geb. 1907).

1954: Nach einer Verleumdungskampagne gegen die christliche "Junge Gemeinde" tritt Johnson aus Protest aus der "Freien Deutschen jugend" (FDJ) aus.

1956: Vollendung seines ersten Romans "Ingrid Babendererde", der allerdings erst 1985 veröffentlicht wird.

1959: Der bundesrepublikanische Suhrkamp Verlag veröffentlicht seinen Roman "Mutmaßungen über Jakob". Die Geschichte des Eisenbahners Jakob, der zweimal die
innerdeutsche Grenze überschreitet, in der DDR nicht konfliktfrei leben kann und in der Bundesrepublik nicht leben mag, erregt ungewöhnliches literarisches Aufsehen.
Johnson verläßt die DDR und siedelt sich in West-Berlin an.

1960: Auszeichnung mit dem Fontane-Preis der Stadt West-Berlin.
1961: Veröffentlichung des Romans "Das dritte Buch über Achim", der Einflüsse William Faulkners (1897-1962) und der französischen Schule des "nouveau Roman" erkennen läßt. In dem Roman versucht ein westdeutscher Journalist die Biographie eines DDR-Sportlers zu schreiben.
In einem Interview umschreibt Johnson sein Generalthema mit den Worten "die Teilung, die Grenze, der Unterschied".

1962: Aufenthalt in Rom mit einem Villa-Massimo-Stipendium.

1964: Veröffentlichung der Erzählungen "Karsch und andere Prosa".

1965: Veröffentlichung des Romans "Zwei Ansichten", der die Hilfe eines nordwestdeutschen Reporters bei der Flucht einer Ost-Berliner Krankenschwester beschreibt. Wie bereits in "Das dritte Buch über Achim" bindet Johnson die Handlung jeweils an bestimmte historische Ereignisse: 17. Juni 1953, Ungarn Aufstand 1956 und Mauerbau 1961.

1966-1968: Tätigkeit als Schulbuchlektor in New York/USA.

1968-1983: Entstehung seines hochgerühmten Hauptwerkes, des vierbändigen Romans "Jahrestage": Die fiktive Geschichte der Gesine Cresspahl, die seit den 60er Jahren in New York lebt, wird verwoben mit der Geschichte ihres früheren Lebens in Mecklenburg und den Erinnerungen an ihre Eltern. ab 1969: Mitglied es PEN-Zentrums der Bundesrepublik und der Akademie der Künste in Berlin (West).

1971: Auszeichnung mit dem "Georg-Büchner-Preis".

1972: Vizepräsident der Akademie der Künste zu Berlin (West).

1974: Johnson zieht nach Sheerness on See auf der Themse-Insel Sheppey in England.
1975: Veröffentlichung einer Sammlung älterer Aufsätze, Glossen und erzählender Texte unter dem Titel "Berliner Sachen".
Mitte der 70er Jahre ist sein Leben von einer "schweren persönlichen Krise" geprägt, die dadurch bedingt ist, daß Johnson überzeugt ist, daß seine Frau für Prager und Ost-Berliner Geheimdienste gegen ihn arbeitet.

1977-1979: Mitglied der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt.

1979: Poetik-Dozent an der Universität Frankfurt/Main.
Verleihung des "Thomas-Mann-Preises".

1980: Veröffentlichung der Poetik-Vorlesungen an der Frankfurter Universität unter dem Titel "Begleitumstände".

1982: Veröffentlichung der Erzählung "Skizze eines Verunglückten".

1983: Austritt aus dem Verband Deutscher Schriftsteller in Zusammenhang mit den Auseinandersetzungen um den Schriftsteller Franz Xaver Kroetz.

1984: 23. Februar: Uwe Johnson stirbt in Sheerness an Herzversagen.



Weitere bekannte veröffentlichungen von Johnson

1961: Das dritte Buch über Achim (Roman)

1964: Karsch und andere Prosa
1965: Zwei Ansichten

1970-83: Jahrestage, Aus dem Leben von Gesine Cresspahl

1974: Eine Reise nach Klagenfurt

1975: Berliner Sachen (Aufsätze)

1980: Begleitumstände / Frankfurter Vorlesungen

1982: Skizze eines Verunglückten

1986: Ingrid Babendererde, Reifeprüfung (Roman)



Eigene Meinung

Meiner Meinung nach ist das Buch nur sehr schwer zu verstehen, da die sprache die in dem werk niedergelegt ist es dem Leser schwer macht nur kleinste Informationen zu entnehmen. Als ich die ersten paar Zeilen das Buches gelesen habe hatte ich ehrlich gesagt schon keine Lust mehr weiterzulesen oder mich für das Buch zu begeistern. Man kann sagen das die Zeilen einen "Abgeschreckt" haben. Ich würde das Werk trotz des Fontane Preises das das buch 1960 erhielt nicht weiterempfehlen, da die Lektüre sehr schwer ist. Dies sieht man schon am ersten Satz, : "Aber Jakob ist immer Quer über die Gleise gegangen". Man wird sozusagen ins kalte Wasser geschmissen, auch wenn sich dieser Satz je weiter man das buch laß aufklärte. Wer sich trotzdem an dem Buch versuchen will der kann dies gerne tun.

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Quellen:
http://www.google.de/search?q=uwe%20johnson&oe=utf-8&rls=org.mozilla:de:official&client=firefox-a&um=1&ie=UTF-8&tbm=isch&source=og&sa=N&hl=de&tab=wi&biw=1280&bih=667

http://de.wikipedia.org/wiki/Uwe_Johnson

http://de.wikipedia.org/wiki/Mutmassungen_%C3%BCber_Jakob

http://www.lesekost.de/deutsch/HHL128.htm

http://www.hdg.de/lemo/html/biografien/JohnsonUwe/index.html

http://www.dieterwunderlich.de/Johnson_Jakob.htm