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  1. page Nathan der Weise edited Wer das ließt ist doof! hi
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Monday, June 12

  1. page Nathan der Weise edited Sven Wer das ließt ist Boss doof!
    SvenWer das ließt ist Bossdoof!
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  2. page Nathan der Weise edited Sven ist Boss
    Sven ist Boss
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  3. page Nathan der Weise edited Pascal Winten Nathan der Weise PowerPoint Präsentation {Nathan der Weise.pps}
    Pascal Winten
    Nathan der Weise PowerPoint Präsentation
    {Nathan der Weise.pps}

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  4. page Nathan der Weise edited Pascal Winten Nathan der Weise Inhaltsverzeichnis Einleitung Gotthold Ephraim Lessing 2.1 Bio…
    Pascal Winten
    Nathan der Weise
    Inhaltsverzeichnis
    Einleitung
    Gotthold Ephraim Lessing
    2.1 Biografie
    2.2 Persönlichkeit
    Nathan der Weise
    3.1 Handelnde Personen
    3.2 Schaubild der Personenkonstellation
    3.3 Inhaltsangabe
    Die Ringparabel
    Zeitgeschichtlicher Hintergrund
    Abschließende Stellungnahme
    1. Einleitung
    Bei dem von Gotthold Ephraim Lessing ersonnenen Buch "Nathan der Weise" handelt es sich um ein Ideendrama (1), welches √ľberwiegend im Dialog geschrieben wurde. Das Drama ist im Gegensatz zu Romanen nicht in Kapitel unterteilt, sondern in Auftritte und Aufz√ľge. Ein Auftritt ist ein kleiner Handlungsausschnitt innerhalb eines kleinen Zeitfensters bei gleichbleibender Lokalit√§t. Mehrere Auftritte sind in einem Aufzug zusammengefasst. Insgesamt f√ľnf Aufz√ľge findet man in diesem Drama. In dieser Struktur ist auch der Bestimmungszweck erkennbar: als Theaterst√ľck. Lessing bediente sich bei der Verfassung seines Dramas des Blankverses (2), welcher in England seinen Ursprung hatte. Erst durch ihn wurde dieser auch in Deutschland popul√§r und konnte sich auch hierzulande durchsetzen.
    Nathan der Weise wurde 1779 ver√∂ffentlicht und am 14. April 1783 in Berlin uraufgef√ľhrt. Der Schwerpunkt dieses Dramas bildet der Humanismus und der Toleranzgedanke der Aufkl√§rung. Als Kernaussage ist die Ringparabel im dritten Aufzug zu bewerten. Die Geschichte der Ringparabel findet sich aber bereits bei Giovanni Boccaccios Werk "Decamerone" und l√§sst sich bis ins Jahr 1100 zur√ľckverfolgen.
    (1) Bezeichnet in der Literaturwissenschaft eine Art des Dramas, in dessen Handlung eine philosophische Idee in Form einer Weltanschauung herausgearbeitet wird. (Quelle Wikipedia)
    (2) Der Blankvers ist ein reimloser f√ľnfhebiger jambischer Vers, der im m√§nnlichen Vers aus zehn, im weiblichen aus elf silben besteht. (Quelle Wikipedia)
    2. Gotthold Ephraim Lessing
    1729 - 1781
    2.1 Biografie
    {http://img.webme.com/pic/s/sufi-braunschweig/lessing1.jpg}
    Gotthold Ephraim Lessing wurde am 22.01.1729 in Sachsen geboren. Als Kind einer lutheranischen Pfarreresfamilie wurde er zun√§chst privat von seinem Vater unterrichtet. Sein Abitur legte er dann auf der Eliteschule St. Afra in Mei√üen ab. 1746 begann er in Leipzig Theologie zu studieren. In dieser Zeit regte sich sein Interesse an der Literatur und Dichtkunst. Doch musste er Leipzig noch vor der Beendigung seines Studiums verlassen, weil er die B√ľrgschaft f√ľr verschuldete Schauspieler √ľbernahm. Er brach sein Theologiestudium ab, floh nach Berlin und begann dort Medizin zu studieren. Nachdem er dort sein Studium mit der Doktorw√ľrde abschloss, wurde er freier Schriftsteller. In dieser Stadt fand er auch interessante Gespr√§chspartner wie Voltaire und den j√ľdischen Moralphilosophen Moses Menelsohn.
    Im siebenjährigen Krieg diente er als Sekretär bei der preußischen Armee. Er genoss das Soldatenleben. In dieser Zeit schrieb er auch das Lustspiel "Minna von Barnhelm", wie einige Fabeln in Versen.
    Lessing war immer auf der Suche nach fortschrittlich gesinnten Menschen und begab sich daraufhin 1767 als Dramaturg nach Hamburg, an das dort gegr√ľndete Nationaltheater. Hier schrieb er die "Hamburgische Dramaturgie".
    In dem von ihm anonym ver√∂ffentlichten "Fragment eines Ungenannten" waren bereits antichristliche Tendenzen erkennbar. Die Kirche kritisierte Lessings Schriftst√ľck mit voller H√§rte. Allen voran der Hamburger Hauptpastor Johann Melchior Goetze. Der Streit hatte zur Folge, dass gegen Lessing ein Teilpublikationsverbot verh√§ngt wurde. √Čr wehrte sich mit dem Drama "Nathan der Weise", indem seine Botschaft verlautete: "Alle positiven und geoffenbarten Religionen sind folglich gleich wahr und gleich falsch."
    Seine letzten Lebensjahre von 1770 bis 1781 verbrachte der Schriftsteller fast blind und vereinsamt als Bibliothekar in der weltber√ľhmten Bibliothek des Herzogs von Braunschweig in Wolfenb√ľttel. In seinem letzten Werk "Die Erziehung des Menschengeschlechts" sieht er die Menschheit auf dem besten Weg zur gr√∂√üeren Vollkommenheit. Daf√ľr ist nach Lessings Auffassung das sittliche Verhalten des Individuums ma√ügeblich.
    1776 heiratete er E. König, die aber bereits zwei Jahre später bei der Geburt des gemeinsamen Sohnes verstarb. Auch das Kind wurde nur einen Tag alt.
    Drei Jahre später, im Alter von 52 Jahren, erlitt Lessing einen Schlaganfall und verstarb daran.
    Lessing hoffte auf eine neue Bl√ľtezeit der deutschen Dichtung. Diese Bl√ľte trat mit Goethe und Schiller dann schlie√ülich auch ein.
    2.2 Persönlichkeit
    Lessing war stets ein kritisch denkender Mensch und verschrieb sich f√ľr den Kampf um die pers√∂nliche Freiheit. Dieses Denken wurde vor allem durch die Aufkl√§rung gef√∂rdert. In der Funktion als Schriftsteller f√ľhrte er den Menschen die Willk√ľrherrschaft der F√ľrsten und die dunklen Seiten des Christentums vor Augen. Nach seiner Meinung besteht der Wert der Religionen in dem Bestreben nach Wahrheit und t√§tiger Menschenliebe. Doch er erkennt auch den wahren Kern in den drei monotheistischen Weltreligionen (Judentum, Islam, Christentum): n√§mlich die Aufforderung nur im Interesse des Guten zu handeln, sowie den blassen Glauben an einen Weltsch√∂pfer. Auf alles andere wie z:B. die Erl√∂sung durch Jesus, k√∂nne und solle man verzichten.
    √úber seine Funktion als Schriftsteller hinaus war er einer der bedeutensten Vork√§mpfer f√ľr Menschenrechte, Freiheit und die Religionsfreiheit in Deutschland. Wir m√ľssen uns bei Lessing bedanken, der dabei geholfen hat die Freiheit zu erk√§mpfen, die wir heute genie√üen.
    3. Nathan der Weise
    Ideendrama in f√ľnf Aufz√ľgen
    3.1 Handelnde Personen {http://images.buch.de/img-adb/54/75/02895475-00-00.jpg}
    Nathan:
    Hauptfigur
    reicher Jude aus Jerusalem
    scharfsinnig, g√ľtig, gro√üm√ľtig
    tolerant gegen√ľber anderen Religionen
    Recha:
    Adoptivtochter Nathans
    ihre Mutter starb bei ihrer Geburt
    Vater ebenfalls tot
    Geburtsname: Blanda von Filnek
    muslimischer Vater, christliche Mutter
    sieht Nathan als ihren wahren Vater an
    wurde j√ľdisch aufezogen
    Daja:
    Rechas Gesellschafterin
    √ľberzeugte Christin
    Sultan Saladin:
    Herrscher in Jerusalem
    muslimischen Glaubens
    f√ľhrt Krieg gegen die Christen
    Sittha:
    j√ľngere Schwester Saladins
    Muslimin
    spielt Schach mit Saladin
    realistisch, klug, loyal
    heute w√ľrde man sie als emanzipiert bezeichnen
    Der Tempelherr:
    wahrer Name: Leu von Filnek
    Christ und Mitglied des Templerordens
    hasst das Volk der Juden
    Recha ist seine Halbschwester
    Der Bettelmönch Al-Hafi:
    Freund Nathans
    Moslem
    Geldeintreiber und Schatzmeister Saladins
    Widerspruch gegen√ľber seinem Gel√ľbte und seiner amtlichen Pflicht
    hofft aber durch sein Amt Armut und Not zu bekämpfen
    Der Klosterbruder:
    Christ
    Botschafter des Patriarchen
    brachte das Waisenkind Blanda von Filnek (Recha) zu Nathan
    verabscheut die Machenschaften des Patriarchen
    Der Patriarch:
    Christ
    politischer Rivale Saladins
    fanatisch und intolerant
    glaubt an seine eigene Unfehlbarkeit
    steht f√ľr den unaufgekl√§rten Menschen
    3.2 Schaubild der Personenkonstellation
    (screen shot - Schaubild-Quelle: kw. uni-paderborn.de)
    {Personen.JPG}
    3.3 Inhaltsangabe
    Seit Jahren tobt der dritte Kreuzzug √ľber der Stadt Jerusalem. Doch nun zeichnet sich ein Waffenstillstand zwischen den Tempelrittern auf Seiten der Christen und den Streitkr√§ften des Sultan Saladin ab. Doch die Kriegskosten explodieren. Saladin steht kurz vor der Zahlungsunf√§higkeit.
    W√§hrendessen erf√§hrt der aus Babylon zur√ľckgekehrte Nathan, dass sein Haus w√§hrend seiner Abwesenheit in Flammen stand, und dass seine Adoptivtochter Recha auf vermeidlich wundersame Art gerettet wurde, von einem Tempelherrn. {Szene.png} Nathan stellt Nachforschungen an und findet heraus, dass der Tempelherr zum Tode verurteilt wurde, aber von Sultan Saladin als einzigen von zwanzig Gefangenen begnadigt wurde, da er seinem Bruder Assad √§hnlich sieht. Die christliche Daja sieht in Rechas Rettung ein Wunder des Himmels. Doch Nathan bewertet die Rettung als gute Tat eines edelen Mannes. Um den Tempelherrn zu danken, schickt Nathan Daja vor, ihn einzuladen. Der Tempelherr lehnt es allerdings ab. Er m√∂chte nicht mit Juden in Kontakt treten. Nathan aber gibt nicht auf und f√§ngt den Tempelherrn auf der Stra√üe ab. Dieser verh√§lt sich Nathan gegen√ľber zun√§chst abweisend, ist aber von dessen vorurteilsfreien Art beeindruckt.
    In der Zwischenzeit m√∂chte Sultan Saladin Frieden zwischen Christen und Muslimen schaffen. Er denkt dar√ľber nach seinen Gegnern Geld anzubieten, damit diese in den Frieden einwilligen. Aber seine Kassen sind leer. Auf der Suche nach einem Kreditgeber l√§√üt er Nathan, den reichen Juden, zu sich rufen. W√§hrend des Gespr√§chs gibt Saladin an, Nathans Weisheit pr√ľfen zu wollen. Der Sultan stellt ihm die Frage, welche Religion Nathan f√ľr die "Wahre" ansehe. Dieser sieht in der Frage eine Falle und antwortet mit einer alten Geschichte, der Ringparabel:
    In dieser Geschichte geht es um eine Familie, in deren Tradition ein Ring von Generation zu Generation weiter vererbt wurde. Nun aber tritt der Fall ein, dass der Vater drei S√∂hne hat und er m√∂chte keinen seiner S√∂hne benachteiligen. Also l√§sst er zwei identische Duplikate anfertigen, so dass nach seinem Ableben jeder Sohn den identischen Ring erben soll. Nach dem Tod des Vaters streiten die S√∂hne dar√ľber, welcher der drei Ringe der echte ist. Sie ziehen vor Gericht um dieses von einem Richter kl√§ren zu lassen. Doch dieser vermag kein Urteil dar√ľber zu sprechen und r√§t, jeder der S√∂hne solle seinen geerbten Ring als den echten ansehen, da die Ringe die Liebe des Vaters wiederspiegeln.
    Der Sultan versteht Nathans Botschaft und tief beeindruckt bietet er ihm darufhin seine Freundschaft an. Besonder erfreut es ihn, dass er von Nathan ein Darlehensangebot erhält, obwohl er nicht danach gefragt hatte.
    W√§hrend Nathan bei Sultan Saladin weilt, besucht der Tempelherr nun doch Nathans Haus und trifft dort auf Recha und Daja. Er bemerkt wie er sich in Recha verliebt, doch er gesteht sich seine Liebe zu einer j√ľdisch aufgezogenen Frau nicht ein und zieht sich schnell zur√ľck.
    Jedoch kann er seine Gef√ľhle zu Recha nicht unterdr√ľcken und bittet um ihre Hand. Nathan reagiert verhalten auf die Heiratspl√§ne. Durch Daja erf√§hrt der Tempelherr, dass Recha adoptiert wurde und ihre leiblichen Eltern Christen waren. Der Tempelherr ist entsetzt bei der Vorstellung, dass ein christliches Kind von einem Juden erzogen wurde. So wendet er sich an den Patriarchen von Jerusalemum um hypothetisch zu kl√§ren, was in einem solchen Fall zu tuen sei. Doch er erw√§hnt Nathan nicht namentlich. Auch der Patriarch kann die Vorstellung nicht ertragen, dass ein Christenkind von einem Juden erzogen wurde. Er schickt den Klosterbruder um nach dem Juden zu suchen, da er ihn auf dem Scheiterhaufen verbrennen lassen will. Der Klosterbruder, der Recha damals an Nathan √ľbergeben hatte, ist im Besitz eines Abstammungsbuches, welches nach dem Tod von Rechas Eltern bei ihr war. Er √ľbergibt dieses B√ľchlein an Nathan. Daraufhin treffen sich alle Beteiligten im Palast des Sultans und Nathan bringt die wahre Identi√§t Rechas und des Tempelherrn ans Licht. Das Abstammungsverzeichnis gibt preis, dass es sich bei Recha und dem Tempelherrn um Halbgeschwister handelt, da beide die Kinder Assads, eines Moslems, sind. Desweiteren handelt es sich bei Assad um den Bruder von Sultan Saladin und Sittha, der vor vielen Jahren von einem Ausritt nicht heimkehrte.
    Obwohl sie nicht verwandt und verschiedenen Glaubens sind, erkennt Recha Nathan als ihren wahren Vater an.
    Somit wird deutlich, dass ein christlicher Tempelherr und die Adoptivtochter eines Juden, Neffe und Nichte eines muslimischen Herrschers sind. Obwohl alle verschiedenen Religionen angehören, so sind sie doch alle Mitglieder der gleichen Familie.
    4. Die Ringparabel
    Link zu youtube Ringparabel - Eröffnunginszenierung des Hans Otto Theaters in Potsdam im September 2006
    Das Wort Parabel stammt vom griechischen Wort parabole, was so viel heißt wie die Vergleichung, das Gleichnis.
    Die Parabel ist eine lehrhafte Bildgeschichte, die aber im Gegensatz zum verwandten Gleichnis keine direkte Verkn√ľpfung mit dem zu er√∂rternden Sachverhalt hat. Eine Parabel ist eine vom Gegenstand abgel√∂ste selbstst√§ndige Erz√§hlung und kommt h√§ufig in der buddhistischen und hebr√§ischen Literatur vor.
    So auch im Drama Nathan der Weise, wo Nathan auf die Frage des Sultan nach der wahren Religion, mit der Ringparabel antwortet. Diese Parabel ist als Kernaussage des Dramas zu betrachten.
    Die drei Ringe stehen f√ľr die monotheistischen Weltreligionen Judentum, Islam und Christentum. Ihre Tr√§ger, die drei S√∂hne, sind somit als Vertreter der drei Weltreligionen zu bewerten. Sie streiten dar√ľber, welcher Ring der echte ist, also welche Religion als die Wahre anzusehen ist. Da die Ringe jedoch identisch sind, vermag niemand zu bewerten, welcher der urpr√ľngliche ist. Soll hei√üen, dass durch die Gleichheit der Ringe auch die verschiedenen Religionen als gleichwertig zu betrachten sind - alle sind gleich wahr oder gleich falsch.
    Ein weiterer Interpretationsansatz beschäftigt sich mit dem Vater der beiden. Er symbolisiert Gott, wobei er durch den Duplikatsauftrag, die verschiedenen Religionen selbst erschaffen hat. Also sind die verschiedenen Religionen gottgewollt bzw. sogar gotterschaffen. Es geht also nicht darum welcher Ring der tatsächliche ist bzw. welche Religion die Wahre ist. Nicht die Religion selbst spiegelt die Wahrheit wieder, sondern der Glaube daran. Also kann jede Religion an die man glaubt als die Wahre bezeichnet werden.
    5. Zeitgeschichtlicher Hintergrund
    Das Europa des 17. Jahrhunderts wurde gepr√§gt durch den Absolutismus. Ein alleiniger Herrscher an der Spitze des Staates, ausgestattet mit aller politischer Macht. Der Absolutismus stand f√ľr eine Gesellschaft, wo jeder in einen bestimmten Stand hineingeboren wurde. Die damalige Sozialstruktur kann man sich als Pyramide vorstellen. Im ersten Stand die Geistlichkeit und der Klerus, im zweiten der Adel und im dritten Stand die Masse der Bev√∂lkerung, B√ľrger und Bauern. W√§hrend der Adel Privilegien, wie Steuerfreiheit und Grundherrschaft genoss, hatten die Bauern die gr√∂√üte Last zu tragen: Steuern f√ľr den Staat, Abgaben an den Grundherrn auf dessen Land sie arbeiteten. Das st√§ndische Gesellschaftsmodell wurde nie grunds√§tzlich in Frage gestellt und die Kirche predigte der meist l√§ndlichen Bev√∂lkerung Ergebenheit in ihr angeblich gottgewolltes Schicksal. Die Kirche, eng verbunden mit K√∂nigen und F√ľrsten, hielt z√§h an dem St√§ndemodell fest. Als Martin Luther √ľber die "Freiheit des Christenmenschen" schrieb, schr√§nkte er diese ausschlie√ülich auf die Beziehung zu Gott ein. Im irdischen Leben habe jeder ohne aufzubegehren an seinem Platz in der st√§ndischen Ordnung zu verharren.
    Im Frankreich des 18. Jahrhunderts beagannen nun Teile des B√ľrgertums, v. a. Akademiker und einige Adelige, dieses Zust√§nde zu kritisieren. Sie standen f√ľr das Gebot des vern√ľnftigen Denkens und der Verstand wurde zum Ma√üstab aller Dinge gemacht. Ihre neuen Ideen lauteten Freiheit statt Absolutismus, Gleichheit statt St√§ndeordnung, Erfahrung und wissenschaftliche Erkenntnis statt Vorurteil und Aberglaube sowie Toleranz statt Dogmatismus. Der Mensch solle voller Optimismus seinen Lebenssinn im Diesseits sehen, er solle Gutes tun und seine Tugenden entfalten aus Einsicht in deren Richtigkeit und N√ľtzlichkeit. Auch die Fortschritte in der Wissenschaft wirkten wie die Erhellung des Dunkels der Unwissenheit und gingen Hand in Hand mit der geistigen Bewegung. Die Aufkl√§rung hatte ihren Ausgang von der Philosophie und erfasste fast ganz Europa. Die Philosophen der Aufkl√§rung l√§uteten den Beginn der Moderne ein. Der wichtigste in Deutschland war Emanuel Kant. In seinem Werk "Was ist Aufkl√§rung?" beschreibt er die Ideen und Ideale dieser Zeit.
    Hier ein Auszug:
    "Aufkl√§rung ist der Ausgang des Menschen aus seiner selbstverschuldeten Unm√ľndigkeit. Unm√ľndigkeit ist das Unverm√∂gen, sich seines Verstandes ohne Leitung eines anderen zu bedienen. Selbst verschuldet ist diese Unm√ľndigkeit, wenn die Ursache derselben nicht am Mangel des Verstandes, sondern der Entschlie√üung und des Mutes liegt, sich seiner ohne Leitung eines andern zu bedienen."
    Auch die Dichtung wurde stark davon beeinflusst. Rousseau, Voltaire und andere förderten die Bildung der Erkenntnis, dass alle Menschen gleiche Rechte auf Freiheit haben. Diesen Anspruch erhob die Französische Revokution von 1789 zur politischen Forderung.
    6. Stellungnahme
    Nathan der Weise ist als Aufruf zu mehr Toleranz und Duldung der verschiedenen Religionen zu betrachten. Lessing wollte mit seinem Werk seine Leser zu Menschlichkeit und tolerantem Denken erziehen. Er wollte ein menschliches Zusammenleben schaffen, in der die Glaubenszugehörigkeit keine Rolle spielt.
    Schon mit der Wahl der Hauptfigur - Nathan ein vorurteilsfreier, scharfsinniger Jude - brach er mit der bisherigen Darstellung von Juden, die zuvor meist als "Witzfiguren" herhalten mussten. Im Gegenteil, Nathan verk√∂rpert das Idealbild der Aufkl√§rung, weil er nach dessen Vorstellungen lebt und handelt. Durch sein Verhalten verk√∂rpert er Humanit√§t und Akzeptanz von Personen verschiedener Glaubensrichtungen. Nathan zieht Recha wie seine eigne Tochter auf, obwohl sie aus christlicher Herkunft stammt. Er siedelt somit die Menschenliebe h√∂her an als die verbindlichen Glaubenss√§tze und handelt vern√ľnftig und autonom. Sultan Saladin sowie der Tempelherr erfahren durch Nathan eine gewisse Aufkl√§rung. Ist der Tempelherr zun√§chst noch antisemitisch gesinnt, √§ndert sich das im Laufe des Dramas. Durch Nathans Verhalten wird er mehr und mehr zum Nachdenken ermutigt und schlie√ülich werden sie sogar Freunde. Sultan Saldins Aufkl√§rung ist im Wesentlichen durch die Ringparabel bestimmt, wovon er so beeindruckt war, dass auch er Nathan die Freundschaft anbot. Besonders zu erw√§hnen ist hier auch die Aufkl√§rung der Familienverh√§ltnisse. Obwohl sie verschiedenen Religionen angeh√∂ren, sind sie doch Mitglied ein und derselben Familie.
    Ich denke, Nathan der Weise hat auch in der heutigen Zeit nichts an Aktualit√§t verloren. Immer noch ist der Antisemitismus weit verbreitet und religi√∂s motivierte Auseinandersetzungen sind auch heute noch zahlreich zu finden. Auch Intoleranz und Diskriminierung gegen√ľber anderen Kulturen und Hautfarbe finden sich in unserer modernen Gesellschaft wieder. So lange Menschen wegen ihrer Hautfarbe, ihres Glaubens oder ihrer Kultur diskriminiert oder sogar im schlimmsten Fall zu Tode gehetzt werden, kann Nathan der Weise kein "alter, verstaubter Schinken" sein.
    Quellenangabe:
    http://de.wikipedia.org/wiki/Nathan_der_Weise
    www.workpage.de/lessauf.php
    http://www.pohlw.de/literatur/epochen/aufklaer.htm
    http://pub.ab-one.de/deutsch/begriffe/textarten/parabel.htm
    http://www.literaturwelt.com/epochen/aufklaerung.html
    http://kw.uni-paderborn.de/fileadmin/kw/institute/germanistik/germanistik/Personal/Hofmann/Dramenanalyse_Nathan.pdf
    http://www.judentum-projekt.de/lessingweb/inhaltsangabe.htm...
    Kindlers Literaturlexikon:"Nathan der Weise"
    Knaurs Jugendlexikon

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Wednesday, May 31

  1. page Minnesang & Nibelungenlied edited ... Alle heute noch lebenden europäischen Sprachen sind - mit Ausnahme des Finnischen und des Unga…
    ...
    Alle heute noch lebenden europäischen Sprachen sind - mit Ausnahme des Finnischen und des Ungarischen - indogermanischen Ursprungs: Englisch, Italienisch, Griechisch, Deutsch und Russisch zum Beispiel, ebenso die Hauptsprachen des indischen Subkontinents, z.B. Hindi oder Urdu, auch das Armenische und das Persische gehören der indogermanischen Sprachenfamilie an. Entdeckt wurde die Verwandtschaft um 1820 von dem Berliner Professor Franz Bopp.
    √úbung: Welche Worte geh√∂ren zur indogermanischen Sprachfamilie? (Klicken Sie auf Folie 5 f√ľr die interaktive √úbung.)
    Verbreitung der indogermanischen Sprachfamilie: hellgr√ľn {http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/65/Sprachfamilien_der_Welt_%28non_Altai%29.png}
    Quelle: http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/6/65/Sprachfamilien_der_Welt_%28non_Altai%29.png
    Germanischer Akzentwandel und erste Lautverschiebung
    ...
    Germanisch -> Althochdeutsch -> Deutsch
    pund (got.) -> pfunt (ahd.) -> Pfund
    ...
    -> ziehen
    Hilpan -> helpfan -> helfen
    swart (altsächs.) -> swarz -> schwarz
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Wednesday, April 12

  1. page Der grŁne Heinrich edited ... Inhalt {http://www.dinkela.de/zineedit/data/sandmann/sandmann.gif} 1. Einleitung 2. Gottfri‚Ķ
    ...
    Inhalt
    {http://www.dinkela.de/zineedit/data/sandmann/sandmann.gif} 1. Einleitung
    2. Gottfried Keller
    3. "Der gr√ľne Heinrich"
    - Inhaltsangabe
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  2. page Der grŁne Heinrich edited ... Inhalt {http://www.dinkela.de/zineedit/data/sandmann/sandmann.gif} 1. Einleitung 2. Autor ‚Ķ
    ...
    Inhalt
    {http://www.dinkela.de/zineedit/data/sandmann/sandmann.gif} 1. Einleitung
    2. Autor
    3. "Der gr√ľne Heinrich"
    - Inhaltsangabe
    - Informationen zum Buch
    4. Zeitepoche
    5. Verfilmung
    6. eigene Stellungnahme
    1. Einleitung
    ...
    jungen Mann,
    der versucht sein Lebensziel Maler zu werden zu verwirklichen und sich selbst zu finden. Dabei scheitert er in jeder
    Hinsicht. Es gibt zwei Fassungen des Buches, mit doch enormen Unterscheiden hinsichtlich der Erzählperspektive
    und des Endes.Soweit ich weiß, wird jedoch die erste Verfassung bevorzugt.
    ...
    der Schweiz.
    {http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/thumb/1/17/Gottfried_Keller_1860.jpeg/220px-Gottfried_Keller_1860.jpeg}
    2. Gottfried Keller
    ...
    1890 gestorben.
    Er war ein Schweizer Dichter und Politiker. Kellers Eltern waren Rudolf Keller ( 1791-1824 )
    und seine Frau Elisabeth, die beide aus Z√ľrich stammten. 1817 kauften sie dort das Haus "
    ...
    Welt kamen.
    Zuerst

    Zuerst
    war sein
    ...
    erfolgreichsten deutschsprachigen
    Schriftsteller des 19.Jh wurde. Von 1861-1876 hatte er sogar das Amt des Staatsschreibers
    der Republik Z√ľrichs.Seine ber√ľhmtesten Werke waren "der gr√ľne Heinrich" und " die Leute
    ...
    Meister der
    Novellendichtung und als einer der bedeutesten Erz√§hler des b√ľrgerlichen Realismus.
    3. "Der gr√ľne Heinrich"
    Inhaltsangabe
    Da Heinrichs Vater schon fr√ľh stirbt, wird er von seiner frommen Mutter allein erzogen. Sie bezeichnet ihn als "gr√ľnen Heinrich", weil er immer gr√ľne Kleidung trug , die von den Anz√ľgen seines Vaters stammten.
    ...
    Zeit darauf.
    {http://bilder.buecher.de/produkte/00/00307/00307040n.jpg} zusätzliche Informationen zum Buch
    , Der gr√ľne Heinrich z√§hlt zu den bedeutesten Bildungsromaneder deutschen Literatur des 19. Jahrhunderts. Es entstand im Realismus. Gottfried Keller plante seinen ersten Roman 1842, nachdem er als Maler scheiterte. Die erste Niederschrift des Gr√ľnen Heinrichs folgte 7 Jahre sp√§ter, doch Keller war nie zufrieden mit seinem Werk, deshalb erschien ende der 1870er Jahre eine zweite Fassung des Buches. Da es teilweise autobiographisch ist, werden durch die Parellelen vom Autor zu Heinrich und durch die Realit√§tsn√§he deutlich
    ...
    4. Zeitepoche Realismus
    Die Zeitspanne des Realisus wird ungefähr von 1848 bis 1890 angegeben. Gottfried
    ...
    Dieser hat
    die Eigenschaften erst die Grundlagen festzulegen und dann kristischer zu werden.
    ...
    die Realität
    k√ľnstlerisch

    k√ľnstlerisch
    zu beschrieben.Realisten
    ...
    sie sie
    wirklichkeitsgetreu schildern können.
    5. Verfilmung
    Das Buch wurde 1993 in der Schweiz von Thomas Koerfer verfilmt. Hier spielte Thibault de Montalembert den Heinrich.
    6. eigene Stellungsnahme
    ...
    es etwas
    zu

    zu
    negativ und
    ...
    dar√ľber nachgedacht,
    was mir diese geschichte sagen möchte. Denn womit hat mich dieses Buch gelehrt? Das ich mein Ziel auch nicht ver-
    ...
    gegeben und
    ist trotzdem tragisch gescheitert. Trotzdem hat mich das Buch keinesfalls gelangweilt, in meinen Augen ist Heinrich
    ...
    Autor grundlegen
    √ľbereinstimmen. Er hatte zwar kein besonders sch√∂nes Leben, aber daf√ľr mit vielen verschiedenen Handlungen und
    ...
    den Autor
    f√ľr sehr gut, auch wenn diese Geschichte jetzt nicht direkt meine Welt war .
    Quellen:wikipedia
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Tuesday, January 10

  1. page Mario und der Zauberer edited ... www.mitglied-multimania.de/mimi444/mario-und-der-zauberer-deutsch-arbeit.html www.home.arcor.…
    ...
    www.mitglied-multimania.de/mimi444/mario-und-der-zauberer-deutsch-arbeit.html
    www.home.arcor.de.robertvater/schule/deutsch/2html

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